krüsch
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Langjährige Anwenderin, beim Kaffee.
krüsch ist ein Adjektiv aus dem norddeutschen Sprachraum, vereinzelt auch in Süddänemark gebräuchlich.[Belege fehlen]
Aussprache
Das ü wird lang gesprochen. Eine kurze Aussprache gilt in Teilen Schleswig-Holsteins als unhöflich.
Bedeutung
- wählerisch, insbesondere bei Speisen.
- (Musik) wählerisch bei der Trackauswahl. Gilt als unempfänglich für Ware von der Stange.
- etwas ulkig, aber mit Herz. Gilt für Gegenstände ebenso wie für Situationen.
Verbreitung
Nördlich der Elbe gebräuchlich. Südlich der Elbe bekannt, aber nicht verwendet. In Harburg ist die Lage unklar.
Herkunft
Ungeklärt. Eine Herleitung aus dem Mittelniederdeutschen wurde 1987 vorgeschlagen und 1988 zurückgezogen.[Belege fehlen]
Wiederbelebung
2024 auf der Roten Liste gefährdeter Wörter, 2025 gestrichen. Zwei Personen aus Hamburg sollen dafür verantwortlich sein. Sie bestreiten das nicht.
Steigerung
krüsch, krüscher, Krüsch Kollektiv
Die dritte Form gilt als Plusquamsuperlativ.
Verb
krüschen (ich krüsche, du krüschst, er krüscht; Partizip: gekrüscht)
Etwas zurücklegen, weil es nicht passt, und danach weitersuchen.
Das Präteritum (krüschte) ist kaum gebräuchlich, da der Vorgang in der Regel nicht abgeschlossen wird. Eine reflexive Form (sich krüschen) ist nicht belegt.
Beispiel: „Der Sessel wurde gekrüscht."
Rezeption
Bei einer Befragung gaben 61 Prozent der Großeltern an, das Wort zu kennen. Die übrigen 39 Prozent fanden die Frage krüsch.[Quelle: Omi]
Siehe auch
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